Serbske ludowe zastupnistwo
Sorbische/wendische Volksvertretung

Der Serbski Sejm fordert von der deutschen Regierung ehrlichen Respekt gegenüber den Herero und Nama

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und an Außenminister Heiko Maas begrüßt der Serbski Sejm, Parlament des sorbischen/wendischen Volkes, dass die Bundesrepublik Deutschland sich ihrer Geschichte stellt, Verantwortung übernimmt und aktuell eine Entschuldigung bezüglich des Völkermordes an den Herero und Nama vorbereitet.

„Es ist für uns jedoch, begründet in unseren eigenen Erfahrungen, nicht akzeptabel, wenn die betroffenen Völker nicht selbst auf Augenhöhe an den Entscheidungen beteiligt sind, sondern von oben herab über die Köpfe hinweg gehandelt wird. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Völker der Herero und Nama als Partner ernst zu nehmen und sie direkt in die Verhandlungen über Art und Umfang des Schuldbekenntnisses einzubinden. Nur so wird der von Rassismus geprägte deutsche Kolonialismus, welcher zum Genozid an den Herero und Nama geführt hat, glaubwürdig überwunden“, so dr. Měrćin Krawc / Dr. Martin Schneider, Abgeordneter des Serbski Sejms und Mitglied des Rechtsausschusses. Er ergänzt: „Als Sorben/Wenden fühlen wir uns aufgrund paralleler Erfahrungen mit der deutschen Kulturhegemonie mit den Herero und Nama in besonderer Weise verbunden und sind als Bürger der Bundesrepublik Deutschland in hohem Maße mit ihnen zur Solidarität und zur Ablehnung einer bevormundenden Fremdbestimmung verpflichtet.“

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